Der Varreckte Hof – Donnerstag 9. November 2017, 20 Uhr

Der Hof zerfällt immer mehr. Und auch die Mutter baut ständig ab. Ist sie dement – oder tut sie nur so? Sohn, Tochter und Schwiegersohn sollten sich kümmern, haben aber keine Zeit. Swetlana, eine Hilfskraft aus Ost-Europa, wir engagiert. Doch anstatt alles ins Lot zu bringen, mischt sie die Verhältnisse noch mehr auf.
Die skurrile Geschichte vom bayrischen Autor und Musikkabarettisten Georg Ringsgwandl spielt auf einem kleinen Hof und verhandelt doch die große Welt. Auf pointierte und hintersinnige Weise werden uns die Widersprüchlichkeiten unseres modernen Lebens zwischen Selbstverwirklichung und Burnout vor Augen geführt. Witzig. Musikalisch. Absurd.

Der varreckte Hof – Eine Stubenoper von Georg Ringsgwandl (Lustspielhaus, München)

“Der Herr Karl” – Theater – Freitag, 24. Juni 2016, 20 Uhr

06-24 Herr Karl_06_c_DELTAIMAGE.deFritz Scheuermann ist vielen Zuschauern ein Begriff, sie kennen ihn vom Kabarett, Theater oder aus Fernsehserien.

Scheuermann macht Theater aus der Nachkriegszeit – das Stück kommt mit nur einem  Schauspieler aus, einem Akt, einer einfachen Bühne und Dekoration und keine Action Tricks – Schwarz-Weiß und viel eindringliche Sprache und Texte. Das war alles um in den beginnenden 60er Jahren eine Welle an Empörung durch die österreichische Politik und Gesellschaft laufen zu lassen.

Unter der Regie von Merlene Beck spielt er den “Herrn Karl”, die legendäre Kanallie des Helmut Qualtinger.

Hier ein Ausschnitt mit Qualtinger himself:

 

Theater im PUC

Schaukasten Puchheim zeigt am 17.06./ 25.06. um 11.15 Uhr und am 01.07.12 um 18 Uhr das Theaterstück „Ersatzbank“ von Albert Ostermaier mit Matthias Horbelt und Susanne Prem, Regie Johannes Kalwa

Von Vorne – oder: Rewind and Repeat.

von Johannes Kalwa

Manche denken, Theater und Schauspielerei hätte in erster Linie mit Emotion, mit Unmengen an Text und dem unglaublichen Gefühl, vor Menschen zu stehen zu tun. Ab Sonntag ist das so. Aber bis dahin kämpfen wir uns durch die Proben. Und immer und immer wieder das selbe Ritual: “Bis dahin bitte, danke. An der und der Stelle hast du das getan, aber das funktioniert nicht, transportiert sich nicht. Ich denke, wir sollten folgendes probieren…”

Und nochmal.

Und dann fällt dem Regisseur – das bin ich – an der selben Stelle noch etwas anderes ein. Oder auf. Und nochmal. Korrigieren, ausprobieren, wiederholen. Immer wieder wiederholen.

Die selben Positionen. Die selben Emotionen. Die selben Abläufe.

Vorwärts. Rückwärts. Technisch. Im Ablauf oder aus dem Zusammenhang. Auf der Bühne. Im Probenraum. Im Kopf. In der Besprechung.

Ein Stuhl wird umgeworfen. Geschoben. Aufgehoben. Zurechtgerückt.

Gehoben. Abgesetzt. Umarmt. Gestreichelt. Gedreht. Beiseitegestellt. Und dann von vorne. Ein Tanz. Manchmal erinnert es an Mickeys Tanz mit dem Besen aus Walt Disneys Fantasia, im nächsten Moment eher an Buster Keaton oder manchmal an “Herr H. räumt auf” (der muss noch gedreht werden, bei Interesse bitte melden).

Und das Spannendste: trotz aller Wiederholung ist keine wie die andere.

Es gibt neues, es gibt Entwicklung, es gibt Fortschritt. Dinge kommen zusammen. Handlungen, Bewegungen, Blicke entwickeln eine Beziehung zueinander. Entstehen auseinander. Miteinander. Aber es wird Zeit…

Zeit für Publikum. Zeit für Rampe. Zeit für die letzte Anspannung, die der ganzen Wiederholerei ein Ende setzt.

Eines lässt sich nicht wiederholen – die letztendliche Aufführung. Die ist immer einzigartig. Egal, wie oft man sie geprobt hat. Das Zusammenspiel von Publikum, Atmosphäre, Zeit, Raum und Inszenierung.

Sonntag dann.

Aber bis dahin – von vorne…

Karten unter www.puc-puchheim.de